Joyces Geschichte - Ein Weg voller Hoffnung

Kindheit

Im Jahr 2002 wurde im kenianischen Nakuru ein kleines Mädchen geboren – Joyce W. Was als freudiges Ereignis begann, wurde für ihre Mutter schnell zur Herausforderung. Als alleinerziehende Mutter von neun Kindern machte sie sich große Sorgen um die Versorgung ihrer Familie und betete täglich für eine bessere Zukunft ihrer Tochter.

Als Joyce etwa zweieinhalb Jahre alt war, zog die Familie nach Kabazi. Kurz darauf – im Jahr 2004 – stellte eine Freundin der Mutter den Kontakt zur Leitung der Utunzi kwa Watato Organisation her. Die Not war groß, und die Organisation entschied sich, fünf der Kinder, darunter auch Joyce, zu unterstützen.

Joyce besuchte die All Saints Primary School und wuchs unter der Obhut der Organisation Utunzi kwa Watato auf. Die Leitenden der Organisation wurden zu wichtigen Bezugspersonen in ihrem Leben.

Schule

2010 zog die Familie aufgrund familiärer Probleme nach Thika. Joyce wurde dort in die Athena Primary School aufgenommen, da sie im Aufnahmegespräch überzeugte.

2011 konnte sie mit zwei Brüdern an die St. Gabriel’s Mission School in Nakuru wechseln. Dort machte sie ihren Abschluss mit 366 Punkten – genug, um 2017 an die Bahati PCEA Girls School aufgenommen zu werden.

Während ihrer Schulzeit blieb der Kontakt zur Organisation Utunzi kwa Watoto bestehen. Benedett Mugwe, die Leitung von Utunzi kwa Watato, besuchte sie regelmäßig und begleitete sie durch ihre Schulzeit.

2021 schloss Joyce die Schule mit der Note B ab. Heute hat sie das Studium in Journalismus und Digitale Medien an der Murang’a University erfolgreich abgeschlossen.

Unterstützung

Verlässliche Begleitung und kontinuierliche Unterstützung gaben Joyce auf ihrem Weg Sicherheit und Orientierung. Sie lernte, Verantwortung zu übernehmen, an sich zu glauben und ihre Ziele konsequent zu verfolgen.

Der Austausch mit anderen geförderten Jugendlichen und das Gefühl von Gemeinschaft stärkten sie zusätzlich. Besonders in Erinnerung geblieben sind ihr gemeinsame Treffen und kleine Gesten der Wertschätzung – Zeichen echter Fürsorge, die weit über materielle Hilfe hinausgehen.

Vielen Dank an die Utunzi kwa Watoto Organisation, besonders an Anke J. und ihre Familie, an Benedett Mugwe und an alle, die dazu beigetragen haben, dass ich heute hier stehen darf. 
Ich kann meine Dankbarkeit kaum in Worte fassen.

Der Originaltext stammt von Joyce. Die deutsche Fassung wurde vom Verein redaktionell überarbeitet.